Fastenzeit

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Altardarstellung  in der Fastenzeit

In großem Gegensatz zu den beiden geöffneten Altarebenen steht der geschlossene Schrein. Einer Inszenierung gleich, die stufenweise ihre Steigerung erfährt, wird in dieser ersten Präsentationsebene bewusst auf jede dekorative Anreicherung verzichtet.

 

Nur mit einem schlichten Rahmen werden die vier Gemäldetafeln mit Szenen aus dem Leben Christi gezeigt: Der 12 jährige Jesus im Tempel – Die Hochzeit zu Kana - Jesus und Martha – Auferstehung Christi

 

 

Optisch dominiert wird dieser Bereich von den beiden gepanzerten Ritterheiligen Georg und Florian, die als Schreinwächter den kostbaren "Inhalt" des tabernaculums, wie in zeitgenössischen Beschreibungen der Schrein bezeichnet wird, gleichsam andeuten. Als voll plastische, frei im Raum stehende Figuren, besitzen sie mit ihrer Drehbewegung eine Gelenkfunktion und verdeutlichen somit den Altar als vollräumlich geschlossenes Gebilde.

Der hl. Georg versinnbildlicht als Drachentöter die Befreiung vom Bösen. Der hl. Florian, Landespatron Oberösterreichs, über dessen Grab der Legende nach das Stift St. Florian errichtet wurde, ist seinem Attribut gemäß Nothelfer gegen Feuergefahr.

(aus Flügelaltar in Hallstatt, von Eva Maria Vancsa - Tironiek)

 

Der 12 jährige Jesus im Tempel:

"Er saß mitten unter den Gesetzeslehrern, hörte ihnen zu und diskutierte mit ihnen. Alle, die dabei waren, staunten über sein Verständnis und seine Antworten." (Lk 2, 46f)

Die Hochzeit zu Kana:

"So vollbrachte Jesus in Kana in Galiläa sein erstes Wunderzeichen und offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger kamen zum Glauben an ihn." (Joh 2,11)

Jesus und Martha:

"Jesus sagte zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer mich annimmt, wird leben, auch wenn er stirbt,  und wer lebt und sich auf mich verlässt, wird niemals sterben, in Ewigkeit nicht. Glaubst du mir das? Sie antwortete: Ja, Herr, ich glaube, dass du der versprochene Retter bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll." (Joh 11, 25-27)

Auferstehung Jesu:

"Als der Sabbat vorüber und der Sonntag angebrochen war, kamen Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. Da bebte plötzlich die Erde, denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, rollte den Stein weg und setzte sich darauf. Er leuchtete wie ein Blitz und sein Gewand war schneeweiß. Als die Wächter ihn sahen, zitterten sie vor Angst und fielen wie tot zu Boden. Der Engel sagte zu den Frauen: »Ihr braucht keine Angst zu haben! Ich weiß, ihr sucht Jesus, der ans Kreuz genagelt wurde. Er ist nicht hier, er ist auferweckt worden, so wie er es angekündigt hat. Kommt her und seht die Stelle, wo er gelegen hat! Und jetzt geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Gott hat ihn vom Tod auferweckt!" (Mt 28, 1-7)

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